Master Molekulare Biotechnologie

Der Masterstudiengang ‘Molekulare Biotechnologie’ baut als konsekutiver Studiengang auf den Bachelorstudiengängen "Molekulare Biotechnologie", ‘Biologie’ und ‘Molekulare Biologie’ an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) oder äquivalenten Studiengängen an anderen Hochschulen auf.

Der Studiengang wird ausschließlich in Englisch angeboten.

WiSe 2020/2021: Information zum Modul Biochemie III - Bioanalytik

Ziel des Studiengangs Molekulare Biotechnologie ist, eine neue Generation von Biotechnologen auszubilden, die über fundierte Kenntnisse und Kompetenzen in den Bereichen Biochemie, Mikrobiologie und Physiologie verfügen. Dieses interdisziplinäre Programm, das von den Bereichen Chemie, Pharmazie und Biologie gemeinsam durchgeführt wird, umfasst neben dem Masterstudiengang auch einen vorausgehenden Bachelorstudiengang.

Während „technologieorientierte Biotechnologie“ im Allgemeinen durch technische Inhalte und Methoden der Verfahrenstechnik gekennzeichnet ist, hat der Studiengang Molekulare Biotechnologie an der JGU einen anderen Ansatz. Unter dem Begriff „Biotechnologie“ verstehen wir in erster Linie die Identifizierung, Weiterentwicklung, Nutzung und Anwendung von Prozessen und Komponenten in und aus Mikroorganismen.

Besonderes Augenmerk liegt bei der Identifizierung und Charakterisierung von pharmazeutisch aktiven Substanzen aus Mikroorganismen sowie derer Biosynthesewege. Identifizierte Leitstrukturen werden zur Wirkstoffentwicklung in u.a. den Bereichen Krankheitstherapie und Pflanzenschutz genutzt.

Der Studiengang Molekulare Biotechnologie legt somit die Grundlagen für das spätere interdisziplinäre Arbeiten in einem forschungsorientierten Umfeld. Er ist damit interessant für Personen, die ein breites Interesse an chemischen, biologischen und biotechnologischen Fragestellungen haben und ihre Stärken in den Life Sciences sehen.

Weitere Informationen zu Gegenstand, Aufbau sowie die Prüfungsordnung etc. finden sie hier.

 

Im Verlaufsplan finden Sie die angebotenen Module. Sie ergänzen Ihr Studium durch weitere Schlüsselqualifikationen, die Sie wiederum entsprechend Ihrer persönlichen Interessen und Schwerpunkte kombinieren können. So können sie praktische Erfahrungen sammeln oder sich für zukünftige Berufsaufgaben qualifizieren.

Modulhandbuch (vorlaeufig)

Das Modulhandbuch dient der inhaltlichen und organisatorischen Übersicht über das gesamte Studium.

Dieses Handbuch gibt Auskunft über folgende Punkte:

  • erforderliche Voraussetzungen für das Absolvieren eines Moduls,
  • wann werden ein Modul und seine Veranstaltungen angeboten,
  • Inhalte und Lernziele des einzelnen Moduls bzw. der Veranstaltungen,
  • Art und Verpflichtungsgrad des Moduls bzw. der Veranstaltungen,
  • Kontaktzeit (SWS) und Arbeitsbelastung (work load) pro Modul und Veranstaltung,
  • zu erbringende Leistungsnachweise der einzelnen Veranstaltungen,
  • Art der Modulprüfungen und Zusammensetzung der Modul-Note,
  • Zahl der Leistungspunkte (LP), die die Studierenden nach dem erfolgreichen Abschluss des Moduls erhalten,
  • die jeweils für ein Modul Verantwortlichen,
  • die weitere Verwendbarkeit eines Moduls in anderen Studiengängen.

Das Modulhandbuch enthält eine Modulübersicht und im Anhang einen Studienverlaufsplan.

Zugangsvoraussetzungen:

(1) Nachweis eines Bachelorabschlusses im Fach Biologie, Biochemie oder Biotechnologie mindestens mit der Note gut (2,5) oder eines Studienabschlusses an einer Hochschule in Deutschland oder im Ausland, der sich davon nicht wesentlich unterscheidet. Im Falle einer ausländischen Gesamtnote, die in das deutsche Notensystem umgerechnet unter 2,5 liegt, muss eine Originalbescheinigung der Universität an der der Abschluss erworben wurde vorlegt werden, aus der hervorgeht, dass die Bewerberin bzw. der Bewerber zu den besten 20 % des Abschlussjahrgangs in naturwissenschaftlichen Fächern gehört. Aus dieser Bescheinigung muss auch hervorgehen wie viele Abschlussnoten in den Prozentrang eingeflossen sind. Liegen der Bescheinigung weniger als 50 Abschlussnoten zugrunde, wird sie nicht akzeptiert.

Zusätzlich müssen in den folgenden Fächern mindestens die angegebenen Leistungspunkte bzw. vergleichbare Leistungen erworben sein: Mathematik und Statistik (12 LP), Physik (6 LP), Chemie (9 LP), Biochemie (12 LP), Zellbiologie/Mikrobiologie/Physiologie (12 LP), praktische Übungen/Praktika (30 LP)

sowie eine schriftlich abgefasste Bachelorarbeit.

Es können auch Leistungen berücksichtigt werden, die nicht im zugrundeliegenden Bachelorstudiengang erbracht wurden. Hierüber entscheidet der Prüfungsausschuss.

(2) Weitere Zugangsvoraussetzung für den Masterstudiengang „Biotechnologie“ ist der Nachweis über erforderliche Sprachkenntnisse in Englisch mindestens auf dem Niveau B2, die zur Lektüre englischsprachiger Fachliteratur, zur Teilnahme an Lehrveranstaltungen in englischer Sprache sowie zum Anfertigen von schriftlichen Studien- und Prüfungsleistungen in englischer Sprache befähigen. Nachweise, die anerkannt werden, sind in § 7 Abs. 5 der Einschreibeordnung der Johannes Gutenberg-Universität festgelegt. Dieser Nachweis gilt auch durch die Vorlage eines deutschen Abiturzeugnisses als erbracht, aus dem hervorgeht, dass mindestens fünf Jahre (vier Jahre bei G8) Englisch im Schulunterricht besucht wurden und dieser mit mindestens „ausreichend“ oder 5 Punkten abgeschlossen wurde.

(3) Weitere Voraussetzung für die Zulassung zum Masterstudiengang Biologie ist, dass der Prüfungsanspruch für diesen Studiengang noch nicht verloren ist. Zur diesbezüglichen Überprüfung ist eine entsprechende Erklärung vorzulegen.

(4) Soweit zum Nachweis eines Bachelorabschlusses nach Abs. 1 Nr. 1 ein Abschlusszeugnis bis zum Ende der Bewerbungsfrist nicht vorliegt, ist eine Bewerbung auf der Grundlage einer Bescheinigung über bereits erbrachte Prüfungs- und Studienleistungen im Umfang von mindestens 135 Leistungspunkten, die von der zuständigen Stelle der bisherigen Hochschule ausgestellt worden sein muss oder auf der Grundlage einer vorläufigen Anerkennungsurkunde der JGU Mainz, möglich. Die Gesamtsumme der Leistungspunkte muss ausgewiesen sein.

Bis zum Ende der Bewerbungsfrist müssen zwei Drittel der Leistungspunkte nach Absatz 1 Nr. 1 nachgewiesen werden.

Als Note gemäß Absatz 1 Nr. 1 wird die Durchschnittsnote der bisher erbrachten Prüfungsleistungen zugrunde gelegt, die aus der Bescheinigung ersichtlich sein muss; das endgültige Ergebnis des Bachelorabschlusses wird in diesem Fall nicht berücksichtigt.

Sofern für den Studiengang eine Zulassungsbeschränkung besteht, sind die Bestimmungen der Auswahlsatzung in der aktuell gültigen Fassung zu beachten; das endgültige Ergebnis des Bachelorabschlusses wird in diesem Fall im Auswahlverfahren nicht berücksichtigt.

Wird eine Bewerberin bzw. ein Bewerber aufgrund der in Satz 1 benannten Bescheinigung ausgewählt, so erfolgt die Zulassung unter dem Vorbehalt, dass innerhalb einer im Zulassungsbescheid bestimmten Frist ein Nachweis über den erfolgreichen vorhergehenden Bachelorabschluss vorgelegt wird, der die allgemeinen und fachspezifischen Zugangsvoraussetzungen nachweist Wird dieser Nachweis nicht fristgerecht erbracht, erlischt die Zulassung.

(5) Für den Masterstudiengang Molekulare Biotechnologie sind keine Deutschkenntnisse erforderlich.

(6) Auch bei bestehenden Zugangsvoraussetzungen hängt die Zulassung zum Masterstudiengang Molekulare Biotechnologie vom erfolgreichen Durchlaufen des Zulassungsverfahrens ab. Sofern für den Masterstudiengang eine Zulassungsbeschränkung besteht, erfolgt die Zulassung gemäß Auswahlsatzung.

Bewerbungsverfahren:

Das Bewerbungsverfahren läuft über das Studierendensekretariat der JGU Mainz.
Zum Bewerbungsverfahren

Bewerbungsfristen:

Wintersemester: 01.04. - 15.05.
Sommersemester: 01.10. - 15.11.

Der Fachbereich Biologie ist in drei Instituten organisiert. Ein Teil der Arbeitsgruppen des iOME und des IDN sind bereits im Neubau BioZentrum I untergebracht, weitere z.T. auch am IMB. Ab 2021 werden Arbeitsgruppen des iMP in das BioZentrum II einziehen.

Ebenfalls auf dem Campus der JGU befindet sich das Institut für Molekulare Biologie (IMB), ein 2011 gegründetes Exzellenzzentrum in den Lebenswissenschaften, welches von der Boehringer Ingelheim Stiftung und dem Land Rheinland-Pfalz gefördert wird. Das IMB konzentriert sich auf innovative Forschungsfelder der modernen Biologie wie Epigenetik und Entwicklungsbiologie.

Es besteht außerdem enge Kooperation mit der Universitätsmedizin (FB04), dem Fachbereich Chemie, Pharmazie und Geowissenschaften (FB09), dem Fachbereich Physik, Mathematik und Informatik (FB08) sowie mit dem Max-Planck-Institut für Polymerforschung (MPIP) und dem Max-Planck-Insitut für Chemie (MPIC).

Forschung am Fachbereich Biologie und in Mainz

Promotionsmöglichkeiten

Es ist zu erwarten, dass die meisten Absolventinnen und Absolventen des Masterstudiengangs Molekulare Biotechnologie eine Promotion anschließen werden. Am Fachbereich Biologie, am Fachbereich Chemie, Pharmazie, Geographie und Geowissenschaften, an der Universitätsmedizin und an angegliederten Forschungszentren wie dem Max-Planck-Institut für Polymerforschung oder dem Max-Planck-Institut für Chemie bestehen vielfältige Promotionsmöglichkeiten.

Berufsfelder nach dem Studium

Molekulare Biotechnologen sind aufgrund ihrer umfassenden Ausbildung in der Lage, interdisziplinäre Lösungsansätze umzusetzen. Je nach Schwerpunktsetzung konkurrieren sie beim Berufseinstieg mit Biochemikern, Biologen und anderen Biotechnologen.

Beschäftigungsmöglichkeiten gibt es hauptsächlich in der chemischen und pharmazeutischen Industrie (Forschung, Analytik, Verfahrensentwicklung, Produktion, Anwendungstechnik, Marketing, Patentwesen, Dokumentation), an Hochschulen und Forschungseinrichtungen sowie in der öffentlichen Verwaltung.

Datenbank mit aktuellen Informationen zu Tätigkeitsfeldern: www.berufenet.arbeitsagentur.de