Master Molekulare Biotechnologie

Der Masterstudiengang ‘Molekulare Biotechnologie’ baut als konsekutiver Studiengang auf den Bachelorstudiengängen "Molekulare Biotechnologie", ‘Biologie’ und ‘Molekulare Biologie’ an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) oder äquivalenten Studiengängen an anderen Hochschulen auf.

Der Studiengang wird ausschließlich in Englisch angeboten.

Ziel des Studiengangs Molekulare Biotechnologie ist, eine neue Generation von Biotechnologen auszubilden, die über fundierte Kenntnisse und Kompetenzen in den Bereichen Biochemie, Mikrobiologie und Physiologie verfügen. Dieses interdisziplinäre Programm, das von den Bereichen Chemie, Pharmazie und Biologie gemeinsam durchgeführt wird, umfasst neben dem Masterstudiengang auch einen vorausgehenden Bachelorstudiengang.

Während „technologieorientierte Biotechnologie“ im Allgemeinen durch technische Inhalte und Methoden der Verfahrenstechnik gekennzeichnet ist, hat der Studiengang Molekulare Biotechnologie an der JGU einen anderen Ansatz. Unter dem Begriff „Biotechnologie“ verstehen wir in erster Linie die Identifizierung, Weiterentwicklung, Nutzung und Anwendung von Prozessen und Komponenten in und aus Mikroorganismen.

Besonderes Augenmerk liegt bei der Identifizierung und Charakterisierung von pharmazeutisch aktiven Substanzen aus Mikroorganismen sowie derer Biosynthesewege. Identifizierte Leitstrukturen werden zur Wirkstoffentwicklung in u.a. den Bereichen Krankheitstherapie und Pflanzenschutz genutzt.

Der Studiengang Molekulare Biotechnologie legt somit die Grundlagen für das spätere interdisziplinäre Arbeiten in einem forschungsorientierten Umfeld. Er ist damit interessant für Personen, die ein breites Interesse an chemischen, biologischen und biotechnologischen Fragestellungen haben und ihre Stärken in den Life Sciences sehen.

Weitere Informationen zu Gegenstand, Aufbau sowie die Prüfungsordnung etc. finden sie hier.

 

Im Verlaufsplan finden Sie die angebotenen Module. Sie ergänzen Ihr Studium durch weitere Schlüsselqualifikationen, die Sie wiederum entsprechend Ihrer persönlichen Interessen und Schwerpunkte kombinieren können. So können sie praktische Erfahrungen sammeln oder sich für zukünftige Berufsaufgaben qualifizieren.

Modulhandbuch (vorlaeufig)

Das Modulhandbuch dient der inhaltlichen und organisatorischen Übersicht über das gesamte Studium.

Dieses Handbuch gibt Auskunft über folgende Punkte:

  • erforderliche Voraussetzungen für das Absolvieren eines Moduls,
  • wann werden ein Modul und seine Veranstaltungen angeboten,
  • Inhalte und Lernziele des einzelnen Moduls bzw. der Veranstaltungen,
  • Art und Verpflichtungsgrad des Moduls bzw. der Veranstaltungen,
  • Kontaktzeit (SWS) und Arbeitsbelastung (work load) pro Modul und Veranstaltung,
  • zu erbringende Leistungsnachweise der einzelnen Veranstaltungen,
  • Art der Modulprüfungen und Zusammensetzung der Modul-Note,
  • Zahl der Leistungspunkte (LP), die die Studierenden nach dem erfolgreichen Abschluss des Moduls erhalten,
  • die jeweils für ein Modul Verantwortlichen,
  • die weitere Verwendbarkeit eines Moduls in anderen Studiengängen.

Das Modulhandbuch enthält eine Modulübersicht und im Anhang einen Studienverlaufsplan.

Zugangsvoraussetzungen:

Nachweis eines Bachelorabschlusses im Fach Biologie, Biochemie oder Biotechnologie mindestens mit der Note gut (2,5) oder eines Studienabschlusses an einer Hochschule in Deutschland oder im Ausland, der sich davon nicht wesentlich unterscheidet.

Nachweis über erforderliche Sprachkenntnisse in Englisch mindestens auf dem Niveau B2, die zur Lektüre englischsprachiger Fachliteratur, zur Teilnahme an Lehrveranstaltungen in englischer Sprache sowie zum Anfertigen von schriftlichen Studien- und Prüfungsleistungen in englischer Sprache befähigen. Nachweise, die anerkannt werden, sind in § 7 Abs. 5 der Einschreibeordnung der Johannes Gutenberg-Universität festgelegt. Dieser Nachweis gilt auch durch die Vorlage eines deutschen Abiturzeugnisses als erbracht, aus dem hervorgeht, dass mindestens fünf Jahre (vier Jahre bei G8) Englisch im Schulunterricht besucht wurden und dieser mit mindestens „ausreichend“ oder 5 Punkten abgeschlossen wurde.

Bewerbungsverfahren:

Das Bewerbungsverfahren läuft über das Studierendensekretariat der JGU Mainz.
Zum Bewerbungsverfahren

Bewerbungsfristen:

Wintersemester: 01.04. - 15.05.
Sommersemester: 01.10. - 15.11.

Der Fachbereich Biologie ist in drei Instituten organisiert. Ein Teil der Arbeitsgruppen des iOME und des IDN sind bereits im Neubau BioZentrum I untergebracht, weitere z.T. auch am IMB. Ab 2021 werden Arbeitsgruppen des iMP in das BioZentrum II einziehen.

Ebenfalls auf dem Campus der JGU befindet sich das Institut für Molekulare Biologie (IMB), ein 2011 gegründetes Exzellenzzentrum in den Lebenswissenschaften, welches von der Boehringer Ingelheim Stiftung und dem Land Rheinland-Pfalz gefördert wird. Das IMB konzentriert sich auf innovative Forschungsfelder der modernen Biologie wie Epigenetik und Entwicklungsbiologie.

Es besteht außerdem enge Kooperation mit der Universitätsmedizin (FB04), dem Fachbereich Chemie, Pharmazie und Geowissenschaften (FB08), dem Fachbereich Physik, Mathematik und Informatik (FB09) sowie mit dem Max-Planck-Institut für Polymerforschung (MPIP) und dem Max-Planck-Insitut für Chemie (MPIC).

Forschung am Fachbereich Biologie und in Mainz

Promotionsmöglichkeiten

Es ist zu erwarten, dass die meisten Absolventinnen und Absolventen des Masterstudiengangs Molekulare Biotechnologie eine Promotion anschließen werden. Am Fachbereich Biologie, am Fachbereich Chemie, Pharmazie, Geographie und Geowissenschaften, an der Universitätsmedizin und an angegliederten Forschungszentren wie dem Max-Planck-Institut für Polymerforschung oder dem Max-Planck-Institut für Chemie bestehen vielfältige Promotionsmöglichkeiten.

Berufsfelder nach dem Studium

Molekulare Biotechnologen sind aufgrund ihrer umfassenden Ausbildung in der Lage, interdisziplinäre Lösungsansätze umzusetzen. Je nach Schwerpunktsetzung konkurrieren sie beim Berufseinstieg mit Biochemikern, Biologen und anderen Biotechnologen.

Beschäftigungsmöglichkeiten gibt es hauptsächlich in der chemischen und pharmazeutischen Industrie (Forschung, Analytik, Verfahrensentwicklung, Produktion, Anwendungstechnik, Marketing, Patentwesen, Dokumentation), an Hochschulen und Forschungseinrichtungen sowie in der öffentlichen Verwaltung.

Datenbank mit aktuellen Informationen zu Tätigkeitsfeldern: www.berufenet.arbeitsagentur.de